Liebe Ernteteilende,
Liebe
Ernteteilende,
September ist Erntezeit! Wenn wir bislang eher kleinere Mengen für die ersten Bestellungen des frischen Gemüses geerntet haben, füllen wir nun die ersten Großkisten zum Einlagern. Den Anfang machen die Rote und Gelbe Bete.
In einer sehr schönen Aktion haben wir am letzten Freitag mit hoch motivierten Gästen eine sogenannte ‘Französische Kiste’ mit Gelber Bete gefüllt. Unser System, bei dem die großen Exemplare aus den Reihen gezogen und auf Haufen gelegt werden, um anschließend das Laub abzudrehen, wurde von unseren freiwilligen großen und kleinen Helfern ohne Probleme umgesetzt. Und so hatten wir nach gut zwei Stunden nicht nur eine Großkiste, sondern auch noch einige kleine Erntekisten mit den goldenen Rüben voll. Es wurde viel gelacht und nebenbei viel Wissenswertes über unseren Hof und die Landwirtschaft ausgetauscht. Nach getaner Arbeit hat der leckere Aprikosenkuchen besonders gut geschmeckt und die spontane Führung zur Sortieranlage und den Kühlräumen war ein gelungener, interessanter Abschluss.
Wenn Du mal in kleinerem Rahmen Lust hast, zu helfen, melde Dich gerne. Ab kommender Woche würden wir uns besonders über Hilfe beim Jäten freuen. Melde Dich dafür einfach per Mail oder telefonisch bei uns.
Aktuelles aus unserer Arbeit
Der Zuckermais gehört zu den Kulturen, die wir immer nur für einige Tage lagern können. Auch auf dem Feld können die reifen Kolben nicht über einen längeren Zeitraum an der Pflanze bleiben. Zuckermais wird im Stadium der Milchreife geerntet. Zu diesem Zeitpunkt sind die Körner im Inneren noch weich und es tritt ein weißer Saft aus, wenn man sie leicht anritzt. Mit zunehmender Reife trocknen die Körner ein und schmecken dann nicht mehr süß. Ob ein Kolben erntereif ist, erkennen wir an der Farbe der Narbenfäden. Diese sind zu Beginn der Kultur noch hell, trocknen dann ein und färben sich dunkelbraun. Nun braucht es ein wenig Fingerspitzengefühl, um zu tasten, ob wir einen möglichst vollständig ausgebildeten Kolben haben. Zuckermais ist ein „Teamplayer“. Da er durch den Wind bestäubt wird, ist es wichtig, ihn in Gruppen zu pflanzen. Eine Maispflanze trägt sowohl männliche als auch weibliche Blüten: Oben an der Pflanze sitzt die männliche Blüte, die sogenannte Fahne.
Dort wird der Pollen freigesetzt und vom Wind zu den weiblichen Blüten der umliegenden Pflanzen getragen. Diese befinden sich an den jungen Kolben und bilden die feinen Narbenfäden, die aus den Hüllblättern herausragen. Jeder einzelne Narbenfaden gehört zu einem möglichen Maiskorn. Wird er mit Pollen bestäubt, kann sich daraus ein Korn entwickeln. Durch die Pflanzung in Gruppen erhöhen wir also die Wahrscheinlichkeit einer guten Bestäubung und erhalten möglichst gut gefüllte, schöne Maiskolben.
In der Gärtnerei pflanzen wir fleißig weiter Babyleaf-, Asia- und Feldsalate. Auch die Jungpflanzen vom Postelein und Rucola stehen bereit, um die Palette an Wintersalaten zu ergänzen. Die Salatgurken ernten wir in dieser Woche das letzte Mal, dann werden die Beete geräumt. Auch der Kohlrabi kann abgeerntet werden und dann gibt eine Pause mit dieser tollen Knolle, bis die Ernte vom Lagerkohlrabi auf dem Acker beginnt.
Auch die Ernte der Kürbisse steht an. Wir sind gespannt auf die Qualität. Durch den kurzen Hagelschauer im Juli haben die jungen Früchte einige Verletzungen erlitten. Es sieht so aus, als ob diese größtenteils gut verheilt sind, dennoch können wir erst nach der Ernte sehen, mit welcher Qualität wir in diesem Jahr rechnen können.
Infos Zum Inhalt der Erntekisten
Als Salat haben wir in dieser Woche den schönen roten Radicchio für euch. Die leicht bitteren Blätter können nicht nur als Rohkost gegessen, sondern auch gebraten, gebacken oder geschmorrt werden. Durch das Erhitzen wird die Bitterkeit abgemildert und der Geschmack runder. Auch bei den Bundzwiebeln könnt ihr euch entscheiden, ob ihr die Würze roh genießt oder damit ein leckeres, gekochtes Gericht zubereitet. Die letzten Schlangengurken bringen noch einmal Frische aufs Brot oder in den Salat, fein ergänzt durch die ‘Ruthje’, unsere Cocktailtomate. Zuckermais lässt sich übrigens auch gut einfrieren, ebenso wie die Stangenbohnen. So besteht auch im Winter die Möglichkeit, auf die Sommerfrische zurückzugreifen.
Inhalt Standard-Anteil in dieser Woche
- 1 Kopf Radicchio
- 400 g Tomaten, Ruthje
- 400 g Stangenbohnen
- 1 Stück Salatgurke
- 4 Stück Bundzwiebeln
- 2 Kolben Zuckermais
- 1,1 kg Kartoffeln, Linda
Inhalt Single-Anteil in dieser Woche
- 1 Kopf Radicchio
- 250 g Tomaten, Ruthje
- 300 g Stangenbohnen
- 1 Stück Salatgurke
- 2 Stück Bundzwiebeln
- 1 Kolben Zuckermais
- 400 g Kartoffeln, Linda
Termine
- Solawi-Regionaltreffen auf Hof Dannwisch am 23. September
Am 23.09. findet bei uns auf dem Hof von 14 – 17 Uhr das Treffen der Regionalgruppe Schleswig-Holstein des Netzwerkes Solidarische Landwirtschaft statt. Dazu seid auch ihr als Mitglieder der Solawi Hof Dannwisch herzlich eingeladen.
Weitere Infos findet ihr hier.
- Sauerkraut-Einstampfen am 24. September
Wenn du dabei sein möchtest, melde dich kurz bei uns. Wir freuen uns über deine Unterstützung.
Euch allen eine gute Woche – bis Freitag!

