Liebe Ernteteilende,
Liebe
Ernteteilende,
Der Start der Kartoffelernte zum Einlagern ist gemacht. Mit Mitte August sind wir sehr früh. Wir starten gerne so früh wie möglich, d.h. sobald die Kartoffeln schalenfest sind. Bleiben die Kartoffeln länger im Boden, steigt das Risiko, dass die Qualität leidet. Rhizoctonia (ein bodenbürtiger Pilz, der Löcher in der Kartoffeloberfläche verursachen kann), Drahtwürmer, Quecke können die Vermarktungsfähigkeit der Kartoffeln beeinträchtigen. Nun führt der aktuelle Regen dazu, dass wir pausieren müssen.
Wir freuen uns über den Regen und die Kartoffeln haben noch etwas mehr Zeit. Das ist okay, da noch nicht alle Sorten ganz schalenfest geworden sind. Wir hoffen, die Ernte in der nächsten Woche fortsetzen zu können.
Da beim Ernten nicht alle Kartoffeln vom Roder aus dem Boden mitgenommen werden oder manche wieder runterfallen, verbleibt immer eine kleine Menge auf dem Acker. Solltet ihr Spaß daran haben, eure eigenen Kartoffeln zu ‘ernten’, dürft ihr am Freitag gerne aufs Feld gehen und diese auflesen. Das Feld liegt hinter dem Schweinestall, einen Lageplan hängen wir an den Bauwagen und los geht’s zum ‘Stoppeln’.
Aktuelles aus unserer Arbeit
Neben den Kartoffeln ernten wir natürlich auch andere Kulturen.
Die ersten Roten Bete sind groß genug, sodass wir auch hier mit der Ernte begonnen haben. Zu Beginn werden per Hand nur die größeren Exemplare aus den Reihen gezogen und das Laub wird direkt auf dem Feld abgedreht und liegen gelassen. Den frei gewordenen Raum können nun die kleineren nutzen, um weiter zu wachsen. So nutzen wir die Fläche optimal und erhöhen die Erntemenge.
Auch in der Gärtnerei können wir mit dem Ernten neuer Kulturen starten. So haben wir die ersten Stangenbohnen gepflückt. Diese gehören zu den sogenannten Leguminosen, die mit Hilfe von Knöllchenbakterien an den Wurzeln den Stickstoff aus der Luft im Boden anreichern. Zu den Hülsenfrüchtlern gehören auch Wintererbsen oder verschiedene Wicken, die wir ebenfalls als Zwischenfrüchte in den Gewächshäusern anbauen.
Eine gute Fruchtfolge von Kulturen mit unterschiedlichen Ansprüchen an Nährstoffen ist entscheidend für die Bodengesundheit. Hier leisten die Leguminosen einen wichtigen Beitrag. Als Gründüngung bereichern sie den Boden nicht nur mit Stickstoff, sondern zusätzlich mit organischer Masse, wenn wir sie in den Boden einarbeiten. Umso schöner, dass wir im Fall der Stangenbohnen auch die leckeren Früchte ernten und genießen können!
Die Beete, auf denen Gründüngung wächst, benötigen eine ähnliche Pflege wie die Kulturen, die wir zum Ernten und Verkauf anbauen. So muss auch hier Unkraut wie das Franzosenkraut gejätet werden, um das Aussamen und seine Vermehrung zu verhindern. Nach dem Ernten des Gemüses werden freigewordene Flächen mit Zwischenfrüchten wie Wick-Roggen eingesät, um die Fläche auch im Winter bewachsen zu haben. Anschließend wird die hochgewachsene Gründüngung runtergewalzt und abgedeckt, um sich zu zersetzen und den Boden organisch anzureichern.
Die Tomaten sind nun so groß gewachsen, dass wir beginnen, die Spitzen zu kappen. So kann die Pflanze ihre ganze Kraft in das Ausreifen der bislang angelegten Früchte stecken. Der Schnittlauch wird einmal komplett heruntergeschnitten, so kann er wieder gesund und kräftig nachwachsen.
Infos Zum Inhalt der Erntekisten
In dieser Woche gibt es die frische Rote Bete und die ersten Stangenbohnen. Die Lagersaison der Möhren ist nun zu Ende und es gibt noch einmal eine Portion 2.Wahl Möhren für euch. Mit der neuen Ernte rechnen wir Ende September. Eine besonders leckere Sorte Tomaten ist die ‘Ruthje’, erkennbar an ihrer kleinen Nase, schaut sie euch mal genau an.
Inhalt Standard-Anteil in dieser Woche
- 1 Kopf Salat
- 400 g "Ruthje"
- 3 Stück Snackgurken
- 600 g Stangenbohnen
- 500 g Rote Bete
- 500 g Möhren, 2. Wahl
- 1 kg Frühkartoffeln, Annabelle
Inhalt Single-Anteil in dieser Woche
- 1 Kopf Salat
- 250 g "Ruthje"
- 2 Stück Snackgurken
- 300 g Stangenbohnen
- 300 g Rote Bete
- 300 g Möhren, 2. Wahl
- 500 g Frühkartoffeln, Annabelle
Termine
- 21. August: "Kartoffelnstoppeln"
Ab 12 Uhr dürft ihr gerne auf dem bereits abgeernteten Feld „Bornkamp“ hinter dem Schweinestall die liegengebliebenen Kartoffeln aufsammeln. Eine Wegbeschreibung hängen wir an den Bauwagen, den Bereich markieren wir.
weitere Infos folgen
Euch allen eine gute Woche – bis Freitag!

