Salat

Solawi Erntebrief KW 26

Liebe Ernteteilende,

Liebe
Ernteteilende,

in dieser Woche können wir das trockene Wetter nutzen, um die Feldkulturen zu hacken und zu jäten. Nicht nur in der Gärtnerei müssen die Beete vom Unkraut befreit werden, auch die zum Teil über 300 m langen Reihen auf dem Acker müssen entsprechend gepflegt werden. Bei dem heißen Wetter eine echte Herausforderung, bei der uns auch in diesem Jahr drei Saisonarbeiter aus Polen unterstützen. Geplant ist außerdem das Pflanzen des Lagerkohlrabis, bei dem wir eine neue Sorte ausprobieren, die noch gleichmäßiger in der Knollengröße und ertragreicher ausfallen soll. In den letzten Jahren haben wir die Anzucht dafür noch in unserer Gärtnerei gemacht, doch dieses Mal kaufen wir die Jungpflanzen zu. Der professionelle Jungpflanzenbauer kann dies noch günstiger als wir und wir können in der Zeit uns mehr um die Pflege unserer anderen Kulturen kümmern. 

Aktuelles aus unserer Arbeit

In diesem Jahr haben wir in der Gärtnerei zum ersten Mal auch Kürbisse ins Gewächshaus gepflanzt. Sowohl Beete als auch Pflanzen waren ‘übrig’ und diesen Umstand nutzen wir, um die wärmeliebenden Pflanzen geschützt zu kultivieren und damit neue Erfahrungen zu sammeln. Auch diese Beete werden mit Silage gemulcht. Auf den Nachbarbeeten in Gewächshaus 3 sind die Stangenbohnen gut gekeimt und wir hängen nun die Schnüre auf, an den sie dann emporranken können. 

Bei den aktuellen Temperaturen ist es besonders wichtig, auf das Klima in den Gewächshäusern zu achten. Die Gurken bekommen sogenannte ‘Brennköpfe’, wenn es zu heiß wird. Dabei trocknen die Triebspitzen ein und werden grau. Das hat zur Folge, dass die Pflanze weniger Früchte produziert, da sie zunächst damit beschäftigt ist, diesen Schaden über ein verstärktes Wachstum der Blätter wieder auszugleichen. Um die Temperaturen herunterzukühlen, beregnen wir die Gurken mehrmals am Tag für wenige Minuten von oben. Geregelt werden diese Zeiten über einen Beregnungscomputer. Zusätzlich werden Fenster und Türen geöffnet, um für eine gute Belüftung zu sorgen. Auch die Tomaten müssen auf diese Weise vor Überhitzung geschützt werden, wobei sie nicht ganz so empfindlich sind wie die Gurken.

gewaechshaus juni

Wir beregnen sie bei Temperaturen über 40 Grad ausnahmsweise für kurze Zeit von oben. Die gefürchteten Pilzerkrankungen wie Kraut- und Braunfäule sind hierbei zu vernachlässigen, da die Blätter bei der Wärme schnell genug wieder abtrocknen. Die ersten Salattomaten haben inzwischen die unter dem Dach gespannten Drähte erreicht. In diese werden nun Kopfhaken eingeklinkt, in die die Triebe gelegt und somit zur Seite hin weitergeführt werden können. Die Vorfreude auf die ersten leckeren Früchte steigt. 

 

Infos Zum Inhalt der Erntekisten

Für den Rhabarber geht die Erntezeit traditionell mit Johanni, dem 24. Juni, zu Ende. Im Laufe seiner Vegetationszeit steigt der Oxalsäuregehalt in der Pflanze an. Oxalsäure bindet im Körper den wichtigen Mineralstoff Calcium, deshalb sollten größere Mengen davon nicht verzehrt werden. Hinzu kommt, dass Rhabarber als mehrjährige Pflanze eine ausreichende Regenerationszeit benötigt, um für das nächste Jahr ausreichend Energie für kräftige Stangen zu sammeln. Die letzte Ernte in dieser Saison findet ihr diese Woche in eurem Anteil. Zusammen mit den ersten Johannisbeeren liefert sie eine erfrischende Grundlage für Rote Grütze. Die Salatgurken wachsen bei diesem Wetter wie verrückt und die Petersilie ist auch nicht zu bremsen. Die Möhren sind nach wie vor süß und saftig und können mit dem frischen Salat locker mithalten. Als Kartoffel gibt es in dieser Woche wieder die ‘Linda’, sowohl im Anteil als auch als ‘Extra-Portion’ vorne im Bauwagen.  

Inhalt Standard-Anteil in dieser Woche

Inhalt Single-Anteil in dieser Woche

Termine

Wer noch mehr über unsere Gärtnerei und das Prinzip Market Gardening erfahren möchte, ist herzlich eingeladen am Samstag, den 27.06. um 10 Uhr an unserer nächsten Führung teilzunehmen

Leben ohne Bienen? Kaum denkbar!
Was diese besonderen, kleinen, cleveren und noch immer unterschätzen Tiere alles können und leisten – Darum soll es bei diesem Rundgang, am 18. Juli um 10 Uhr auf Hof Dannwisch gehen.

Euch allen eine gute Woche – bis Freitag!

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